Der von Dr. med. dent. Lutz Laurisch entwickelte Kariesrisiko-Test, der auf dem mikrobiologischen, hochselektiven Nachweis der kariesrelevanten Keime Streptococcus mutans und Lactobacillus aus Plaque oder Speichel basiert, war bislang über IvoclarVivadent unter dem Namen CRT® bacteria verfügbar. 

Zum Jahresende 2018 hat IvoclarVivadent jedoch die Produktion dieses Produkts eingestellt. Ab 2019 wird nun ein Nachfolgeprodukt unter dem Namen „KariesScreenTest“ – entstanden aus einer Kooperation zwischen Dr. Laurisch, der Firma AUROSAN und minilu sowie Van der Ven Dental – verfügbar sein. 

Der gesunde Biofilm befindet sich in einer Homöostase. Diese ist aber durch auftretende Ernährungs-   und   Hygienedefizite gefährdet. Der physiologische Biofilm kann sich dadurch verändern.  Die Zufuhr von hoch- und niedermolekularen Kohlenhydraten verursacht einen Selektionsvorteil für azidogene und kariogene Bakterien, welche allmählich die nicht pathogenen Bakterien aus dem physiologischen Biofilm verdrängen, da infolge der vermehrten Säureproduktion und des damit absinkenden pH – Wertes diese nicht auf Dauer überlebensfähig sind. So entsteht langsam aus der Homöostase eine Dysbiose und ein entsprechend pathogener Biofilm.  

Diese Veränderung des Biofilms bzw. des Mikrobioms  bewirkt eine Veränderung des Kariesrisikos. Klinisch ergibt sich allerdings immer eine längere Zeitspanne von der Etablierung des pathogenen Biofilms bis zum Auftreten einer sichtbaren Veränderung der Zahnhartsubstanz ( Demineralisation, Kavitation).  Gerade diese Verzögerung zwischen Ursache ( Dysbiose) und Wirkung (Demineralisation, Kavitation) kann für präventive Maßnahmen genutzt werden. Voraussetzung ist allerdings, rechtzeitig diese Veränderung in der Mundhöhle zu diagnostizieren. 

Der KariesScreenTest (vormals CRT® bacteria) ist in der Lage, diese Veränderung des Mundbiotops frühzeitig  durch die Bestimmung der Anzahl  säuretoleranter kariogener Keime (Streptococcus mutans; Laktobazillen) zu erkennen.  Dies schafft die Voraussetzung für individualprophylaktische Maßnahmen, bevor es zu einer Erkrankung der Zähne kommt. 

Die durchzuführenden individualprophylaktischen Maßnahmen werden daher auf Grundlage einer genauen Diagnose geplant – sie sind sozusagen diagnosebasiert (Diagnose- basierte Individualprophylaxe (DIP) n. Prof. Dr. S. Zimmer)

Damit kommen wir dem Ziel, die Zahngesundheit in allen Altersklassen weiter zu verbessern, einen Schritt näher. Entsprechende Diagnose-Therapiekonzepte sind auf dieser Landing-Page online gestellt und erleichtern die Umsetzung der klinischen und subklinischen Diagnostik in einem therapeutischen Gesamtkonzept. 

Den KariesScreenTest gibt es ab sofort nur noch in Packungen mit 10 Dips. Als Alternative wird der KariesScreenTest +P angeboten, welcher zusätzlich 10 Teststreifen zur Messung der Pufferkapazität des Speichels enthält.

Wenn Sie den Kariesscreentest bestellen möchten, klicken Sie bitte auf die Verpackung.

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